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Modelleisenbahn in Spur Z (Spurweite 6,5mm, Ma▀stab 1:220). Infos zur Modellbahn, Tipps zur Eisenbahn, Links zu Modellbahnseiten, Videos zur Modelleisenbahn Spur Z.
Kehrschleifen

Im Digitalbetrieb sind Kehrschleifen kein großes Problem, es ist egal, wie der Digitalstrom gepolt ist. Die Kehrschleife muss nur so lang sein, daß der längste Zug ganz hineinpasst. Weiter muss die Kehrschleife an beiden Enden zweischienig vom Rest der Anlage getrennt sein. An der Unterbrechungstelle, an der ein Kurzschluss auftreten würde, ist eine Reflexlichtschranke zwischen den Schienen montiert:

(Hier noch nicht eingeschottert.)
Aktiviert ein Zug diese Lichtschranke, wird mit einem zweipoligen Relais die Kehrschleife umgepolt. Jetzt darf natürlich am anderen Ende der Kehrschleife kein anderer Zug die Trennstelle passieren - aber dies ist bei jeder Kehrschleifenschaltung so.

Es empfiehlt sich, zusätzlich noch eine Abfallverzögerung des Relais vorzusehen, damit es bei kurzen Unterbrechungen der Lichtschranke nicht zum Flattern des Relais kommt.

Wem eine Reflexlichtschranke zu unsicher ist, der kann mit IR-Diode und Fototransistor auch eine gewöhnliche Lichtschranke aufbauen. Dann benötigt man in der Abfallverzögerung aber einen Inverter weniger, da eine Reflexlichtschranke im Ruhezustand unterbrochen ist, eine gewöhnliche Lichtschranke jedoch bei Aktivierung unterbrochen ist.

Obige Idee kann auch im Analogbetrieb benutzt werden, dann muss aber gleichzeitig mit der Kehrschleife auch das Fahrgerät umgeschaltet werden (und umgepolt bleiben) - was wohl nur bei Eigenbauten geht. In diesem Fall ist die Kehrschleife auch nur in einer Richtung durchfahrbar.
Im Analogbetrieb ist die Sache komplizierter. Will man die Kehrschleife jedoch nur in einer Richtung durchfahren, genügen 6 Dioden (oder 2 Dioden und ein Brückengleichrichter).

 


Im linken Bild fährt der Zug ein. Er bleibt im blauen Bereich stehen, da die Dioden sperren. Jetzt wird der Trafo umgepolt - der Zug fährt ja auch in die andere Richtung! - die Dioden leiten jetzt und der Zug fährt aus der Kehrschleife heraus, rechtes Bild. Der Brückengleichrichter (oder 4 Dioden) sorgt dafür, daß die Kehrschleife unabhängig von der Trafostellung immer in der gleichen Richtung durchfahren wird.
Durch die Dioden liegt die Spannung in der Kehrschleife um ca. 1,4V unter der Spannung der restlichen Anlage. Falls der Spannungssprung stört, kann man in die Zuleitung der restlichen Anlage 4 Dioden einbauen, jeweils 2 antiparallel. Dann sollten aber die beiden Dioden, die den blauen Abschnitt versorgen, direkt am Trafo angeschlossen werden, sonst ist dort der Spannungsabfall 2,8V. (Genauso wie der Brückengleichrichter direkt am Trafo angschlossen sein sollte.)
Andererseits kann man die gesamte Schaltung auch mit Schottky-Dioden aufbauen, die eine deutlich niedrigere Schwellspannung haben so daß der Spannungsabfall nicht mehr stört. Auf jeden Fall ist die Strombelastbarkeit der Dioden so zu wählen, daß sie den Kurzschlußstrom des Fahrgeräts aushalten.